Mit Flexibilität durch die Corona-Krise

MIT FLEXIBILITÄT DURCH DIE CORONA-KRISE

Wetropa bereitet sich auf die Produktion von Schutzmasken vor.

P R E S S E M I T T E I L U N G

Mörfelden-Walldorf, 21. April 2020 +++

Mit Flexibilität durch die Corona-Krise

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Dies zeigt sich auch in der Corona-Krise. So stellen sich viele mittelständische Firmen auf die neue Situation ein und sichern die Versorgung mit essenziellen Gütern. Ein Beispiel vor Ort ist die „Wetropa Kunststoffverarbeitung GmbH & Co.“, die ihren Hauptsitz im Gewerbegebiet Mörfelden-Ost hat. „Der Mittelstand ist kreativ“, betont Dirk Breitkreuz, CEO der Wetropa.

Die Unternehmensgruppe hat neben ihrem Hauptsitz in Mörfelden, wo sie rund 100 Mitarbeiter beschäftigt und über sieben Produktionshallen verfügt, noch weitere Standorte in München und Zürich. Insgesamt arbeiten rund 140 Menschen für die Wetropa. Sie ist seit 1970 auf Schaumstoffverarbeitung spezialisiert. „Wir sind das erste zertifizierte klimaneutrale Unternehmen in der schaumstoffverarbeitenden Branche“, hebt Dirk Breitkreuz eine Besonderheit hervor. Das bedeutet beispielsweise, dass die Firma Emissionen durch Klimaschutzmaßnahmen ausgleicht. Zudem lege sie Wert auf eine moderne und energieeffiziente Produktion und setze nur recycelbare Materialien ein.

Verpackungslösungen

Das mittelständische Familienunternehmen entwickelt und produziert Verpackungslösungen, zum Beispiel Geräte- und Transportverpackungen aus Schaumstoff oder Multimaterialien. Hierbei müssen stets individuelle und kundenspezifische Lösungen gefunden werden. Verpackt werden zumeist besonders wertvolle oder zerbrechliche Produkte, die beim Transport dringend geschützt werden müssen. Dies erfordert bei der Verpackung sehr hohe Qualität und Standards.

In Bezug auf die Firmenstrategie hebt Dirk Breitkreuz einen Aspekt hervor, der sich jetzt in der Corona-Krise offenbar bewährt. „Wir haben mehrere Standbeine.“ Zu den Kunden der Wetropa zählen zahlreiche Branchen. Darunter ist beispielsweise die Automobil- und Zuliefererindustrie, die gerade durch die Corona-Krise hart getroffen wird. Logischerweise ist daher aus diesem Sektor die Nachfrage deutlich gesunken. Gleichzeitig zählen jedoch auch Firmen, die Medizintechnik herstellen, zu den Kunden der Unternehmensgruppe. Hier sind die Aufträge aktuell erheblich angestiegen. Laut Breitkreuz kann die Wetropa somit Einbußen in einem durch einen anderen Bereich ausgleichen. Die Mitarbeiter werden entsprechend flexibel nach Bedarf eingesetzt. „Wir sind sehr variabel in der Fertigung“, hebt Viola Breitkreuz hervor. Die Ehefrau des CEO ist für das Marketing der Firma zuständig. Darüber hinaus hat die Wetropa viele Abnehmer aus den Branchen Elektronik und Elektrotechnik, Werkzeugindustrie, Mess-, Laser- und Sensortechnik, optische Industrie, Luft- und Raumfahrt, Kosmetikindustrie sowie aus dem Bereich Kunst und Kultur.

Schnelle Entscheidungswege

Dirk Breitkreuz betont, dass Wetropa als Familienunternehmen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege habe. Das komme der Firma gerade jetzt in der Corona-Krise zugute. Diese Flexibilität zeige sich laut Viola Breitkreuz auch an einem weiteren Beispiel. Zusätzlich zum Kerngeschäft mit sogenannten „Konstruktiv-Verpackungen“ (passgenaue Verpackungen für das Produkt) will Wetropa bald auch mit der Produktion von Schutzmasken beginnen.

Dirk Breitkreuz weist zudem auf wichtige Kooperationen mit zwei anderen mittelständischen Unternehmen hin, nämlich der „Horna GmbH Verpackungen“ und der „Schumacher Packaging Gruppe“. Alle drei tragen zur Deckung des binnen kurzer Zeit drastisch gestiegenen Verpackungsbedarfs für medizintechnische Produkte bei. Die Verfahrensabläufe der Firmen sind aufeinander abgestimmt. Gemeinsam liefern sie beispielsweise Spezialverpackungen für den sicheren Transport von Lungendiagnostik-Systemen oder Akutdialyse-Maschinen. Bei diesen Aufträgen steht Horna als Großhändler in direktem Kontakt mit den Medizintechnik-Herstellern. Schumacher Packaging produziert die passenden Kartonagen. Wetropa ist als Schaumstoffverarbeiter auf die individuellen Einlagen spezialisiert, welche die empfindlichen Geräte auf dem Transportweg zuverlässig umschließen und vor Beschädigung schützen.

Zum Standort Mörfelden-Walldorf hebt Dirk Breitkreuz hervor, dass die Doppelstadt sehr verkehrsgünstig gelegen sei, was logistisch von erheblichem Vorteil wäre. Der für Wirtschaft zuständige Dezernent Burkhard Ziegler (Freie Wähler) ist froh, dass solche Unternehmen in Mörfelden-Walldorf vertreten sind. Der Erste Stadtrat sieht Wetropa als „hidden champion“: Eine Firma mit viel Knowhow und hochwertigen Produkten, die aber den Bürgern weitgehend unbekannt sei. „Wir haben in Mörfelden-Walldorf mehrere kompetente Unternehmen, die jeweils sehr erfolgreich und innovativ sind. Das Beispiel Wetropa zeigt zudem ihre große Flexibilität – gerade jetzt.“

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